Saturday, August 21, 2010

Mitfahrgelegenheiten

Ich bevorzuge Mitfahrgelegenheiten seit ca. zehn Jahren vor allem deshalb, weil die Bahn unverschämt und unangemessen teuer ist. Ein äußerst angenehmer und bereichernder Nebeneffekt ist, dass man oft hochinteressante Menschen und ihre Geschichten kennenlernt - und mit manchem oder mancher auch über die Fahrt hinaus Kontakt hält.
So bekam ich bei der heutigen Mitfahrt von Berlin nach Braunschweig nicht nur die Gelegenheit, erstmals einen seine Einstellung offen nach außen tragenden SHARP kennenzulernen (trotz Lektüre des Buches Skinheads von Farin und Seidel-Pielen hatte ich immer gedacht, die gäb's gar nicht in echt)...


...sondern hatte auch die Ehre, den Braunschweiger Lion Lawrence Williams kennenzulernen...


...und mich von ihm und den Mitreisenden unter anderem über das Partyleben in Berlin und das Fastfoodleben in den Staaten informieren zu lassen - und nebenbei noch zwei Freikarten für das nächste Lions-Spiel zu ergattern.

1000mal fotografiert...

...1000mal ist nix passiert. Bis man dann selbst das erstemal davorsteht und sich der beeindruckenden Wirkung der Gebäude und ihrer Bedeutung nicht entziehen kann:

Reichstag, Berlin

Bundeskanzleramt, Berlin

Eine Botschaft aus Mexiko

Nach dem Altbau-Klassizismus-Overload, dem man in Berlin unweigerlich ausgesetzt wird, empfinde ich die sachlich-klare und zurückgenommene Architektur der mexikanischen Botschaft trotz ihrer Dynamik als Ruhepause für die Augen:

Wartezeitverkürzung

Die kleinkünstlerische Alternative zum Scheibenputzen - dieses Mädchen jongliert während der Rotphase und sammelt dann kurz vor Grün mit ihrem Hut die Kollekte ein:

Im rosa Winkel

Es klingt fast wie ein Wunder, dass die schwullesbische Szene nach ihrer Blütezeit in den 20ern auch heute wieder um den Schöneberger Winterfeldtplatz herum äußerst lebendig ist - nachdem ihr unter den Nazis zunächst der Garaus gemacht worden war, woran diese Gedenktafel an der U-Bahn-Station Nollendorfplatz erinnert:

Monday, August 16, 2010

Ein Druckerzeugnis III

Woher nur die Angst vor Bindestrichen?, frage ich mich immer wieder, vor allem, wenn ich auf Druckerzeugnisse stoße mit Begriffen wie 'Altbaucharme' oder 'Moniereisen' und beim zügigen Lesen kurz innehalte, um mich zu fragen, wer oder was Altbauch-Arme hat und welcher besondere Service wohl auf Monie-Reisen geboten wird, bevor mir aufgeht, dass tatsächlich Altbau-Charme und Monier-Eisen gemeint sind!

Ein Spaziergang durch Schöneberg